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Hergestellt im Mai 2016

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Impressum

Biografie Elsa Brändström

Vorwort

Die Festfolge

Die Geschichte Teil 1

Die Geschichte Teil 2

Die Geschichte Teil 3

Die Geschichte Teil 4

Die Geschichte Teil 5

Die Geschichte Teil 6

Die Geschichte Teil 7

Die Geschichte Teil 8

Nachruf

Erinnerungen, Seite 1

Erinnerungen, Seite 2

Erinnerungen, Seite 3

Erinnerungen, Seite 4

Erinnerungen, Seite 5

Erinnerungen, Seite 6

Erinnerungen, Seite 7

Erinnerungen, Seite 8

Erinnerungen, Seite 9

Erinnerungen, Seite 10

Nachtrag

Irgendwann nach der Klassenfahrt überschlugen sich die Ereignisse etwas. Unser
Lehrer Müller bekam einen Herzanfall und fiel für viele Wochen aus. Alle sagten,
das wäre unsere Schuld. Ich glaube das bis heute auch, es wurde aber nie bewiesen.
Den Krieg hatte er überlebt, unsere Klasse fast nicht. Er hat später unsere Klasse
nicht wieder übernommen. Wahrscheinlich hatten wir zuerst Lehrervertretungen,
danach bekamen wir einen ganz neuen Lehrer, Herr Martin, an unserer Schule, der
dann auch unsere Klasse übernahm. Wahrscheinlich war er ein Spezialist für
schwierige Schulklassen. Ob er schon im 1. Halbjahr des 8. Schuljahres oder am
Anfang des 2. Halbjahres zu uns kam, ist mir nicht mehr bekannt. Jetzt wurde alles
anders. Ein paar mal  haben wir noch versucht, unsere schlechten Seiten zu zeigen.
Das wurde aber sofort im Keim erstickt. So konzentrierten wir uns nach anderthalb
Jahren wieder aufs lernen. Eine Klassenfahrt für einen Tag haben wir mit ihm noch
an den Biggesee und zur Attendorn Höhle gemacht.

Einen Schock musste ich noch verkraften. An einem Wahltag 1960 in Solingen,
wahrscheinlich Oberbürgermeisterwahl, musste mein Vater als städtischer
Mitarbeiter als Wahlhelfer in der damaligen Hilfsschule Ecke Kreuz- Augustastraße
fungieren. Als ich meinem Vater das Essen brachte, saß mein Lehrer Martin genau
neben ihm. Das Bild habe ich nie vergessen. Was er ihm über mich erzählt hat weiß
ich nicht. Viel schlimmes kann es nicht gewesen sein, den mein Vater hatte noch
einigermaßen gute Laune, als er zurück kam. Ich weiß nur noch einen Satz den er
zu meinem Vater gesagt haben soll: „Das haben die nur einmal bei mir versucht!“

Abschlussfoto des 8. Schuljahres mit Lehrer Martin vorne
und Rektor Müller oben rechts neben mir

Das 2. Halbjahr ging zu Ende. Unser Schulentlassungszeugnis bekamen wir im März
1961. In Führung hatte ich sogar ein „gut“ bekommen. Auch sonst war es den
Umständen entsprechend ganz gut. Da hatten unsere Lehrer „Gnade“ walten lassen.

Somit war die Schulzeit vorbei und meine Lehre fing an. Selbst für uns Chaoten waren
damals genug Lehrstellen vorhanden. Aber man wurde ja älter und „weiser“.
Nach unserer Schulzeit haben wir uns nicht mehr wiedergesehen. Ein Klassentreffen
hat nie stattgefunden.
Zum Schluss noch einen Satz: Bei allem Mist den wir gebaut hatten, mutwillige
Zertörung, Schule schwänzen oder zu spät kommen konnte man uns nicht nachsagen.
Also steckt in jedem Menschen ein guter Kern, so klein er auch sein mag.

Ich bin nun am Ende der Geschichte und meinen Schulerinnerungen angelangt und
bedanke mich für Euere Aufmerksamkeit.                              Euer
Rolf Schlupp