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Hergestellt im Mai 2016

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Impressum

Biografie Elsa Brändström

Vorwort

Die Festfolge

Die Geschichte Teil 1

Die Geschichte Teil 2

Die Geschichte Teil 3

Die Geschichte Teil 4

Die Geschichte Teil 5

Die Geschichte Teil 6

Die Geschichte Teil 7

Die Geschichte Teil 8

Nachruf

Erinnerungen, Seite 1

Erinnerungen, Seite 2

Erinnerungen, Seite 3

Erinnerungen, Seite 4

Erinnerungen, Seite 5

Erinnerungen, Seite 6

Erinnerungen, Seite 7

Erinnerungen, Seite 8

Erinnerungen, Seite 9

Erinnerungen, Seite 10

Nachtrag

Bürgermeister Schmeck als Vertreter der Stadt Solingen gab in seiner Ansprache seiner tiefen
Befriedigung darüber Ausdruck, dass in der Klingenstadt in drei kurzen Jahren auf dem Gebiete
des Wiederaufbaues, besonders auf schulischem Gebiete, so viel geleistet worden sei. In dem neuen
Schulhaus sei der Grundsatz verwirklicht worden. Kein Luxus, aber gediegene Ausführung!
Stadtverordneter Schroth als Vorsitzender des Schulausschusses sprach in seinem Geleitwort den
Wunsch aus, die Jugend  dieser Schule möge im Geiste Elsa Brandströms, der Vorkämpferin für
Freiheit und Menschlichkeit, erzogen werden. Hauptlehrerin Eckhoff und Frau Direktorin Godek
statteten Stadtverwaltung und Stadtvertretung in herzlichen Worten den Dank für das schöne
Schulgebäude ab. Umrahmt wurde die schlichte Feier durch Darbietungen der
Kammermusikvereinigung des Orchester der Städtischen Bühnen Wuppertal-Solingen und des
Schulchors. Zwei Tage später, am Montag, dem 4. Juni 1951, zogen dann auch die Kinder nach einem kurzen Gottesdienst in der Lutherkirche in die neue Schule ein. Freude und Stolz leuchteten aus ihren Gesichtern, als sie nach einem kurzen Festakt klassenweise durch die schmucken hellen Räume des neuen Schulhauses geführt wurden. Noch am gleichen Abend wurde auch mit der gesamten Elternschaft der Einzug in die neue Schule festlich begangen. An die Feierstunde im Mehrzweckraum schloss sich ein Rundgang durch das ganze Schulgebäude an. Vom Schulverein erhielt die Schule als Festgeschenk ein Klavier. Das Kollegium der Schule setzte sich zusammen aus der Leiterin Hauptlehrerin Eckhoff, den Lehrerinnen Arntz und Braun, den Lehrern Löhmer, Müller, Kruse und Hellmann. Der Handarbeits- und Sportunterricht für Mädchen wurde von Fräulein Buchholz erteilt, die aber bereits Ostern 1952 an die Schule Mangenberg versetzt wurde. An ihre Stelle trat die technische Lehrerin Fräulein Wecka.

In den Sommerferien des Jahres 1952, die wegen der damals herrschenden Kinderlähmung um 14
Tage verlängert wurden, erhielt der Schulhof eine Asphaltdecke. Der vorige Belag hatte sich nicht
bewährt, im Sommer war die Staubentwicklung unerträglich, im Winter verwandelte sich das rote
Material in eine zähe Schlammschicht.

Leider war es der Leiterin der Schule nicht vergönnt, lange an der neuen Arbeitsstätte zu wirken.
Nachdem Fräulein Eckhoff am 18.11.1952 das 65. Lebensjahr vollendet hatte, trat sie am 30.11.1952
in den Ruhestand. Ihr Name bleibt mit dem Werden und Wachsen der Schule untrennbar verknüpft.
Unter schwierigsten Verhältnissen hatte sie 1948 die Leitung der neugegründeten evangelischen Schule übernommen. Daß diese in wenigen Jahren von vier auf acht Klassen anwuchs und damit zu einem voll ausgebauten System wurde, ist in erster Linie der hingebungsvollen Arbeit der Leiterin zu verdanken. Durch ihre heitere und herzliche Art gewann sie nicht nur die Herzen der Kinder, auch zwischen Elternhaus und Schule schuf sie einen  festen Kontakt, der sich auf die Erziehungsarbeit in der Schule wohltätig und fördernd auswirkte. Nicht vergessen sei die tatkräftige Förderung, die Fräulein Eckhoff dem Schullandheimgedanken  und dem Schulwandern angedeihen ließ. Jedes Jahr, von 1949 an, verbrachte eine der Klassen, meist die Abschlussklasse, 14 Tage im wunderschönen Waldjugendheim Herford. Aber auch andere schöne Heime wurden besucht. So weilten z.B. zwei Klassen im Sommer 1950 in Leuscheid im Westerwald und eine Klasse in Bad Gandersheim im Harz. 1951  verlebte die 4. Klasse unter Leitung des Klassenlehrers Kruse 16 herrliche Tage in Brackwede am Teutoburger Wald. Auch das schöne Heim der Synode Solingen im Aggertal wurde mehrfach besucht.

Lehrerkollegium und Schulverein ließen es sich nicht nehmen, der scheidenden Hauptlehrerin eine
würdige Abschiedsfeier zu bereiten. Diese fand am 28.11.1952 im Festraum der Schule statt.
Im Mittelpunkt der Feier standen zahlreiche Ansprachen , die immer wieder deutlich machten,
welcher Hochschätzung und Verehrung sich Fräulein Eckhoff in allen Kreisen erfreut.

Von einer Abschiedsfeier mit den Kindern wurde Abstand genommen, da sich Fräulein Eckhoff auf
Bitten der Schulverwaltung bereit erklärt hatte, ihre Klasse noch bis Ostern zu führen.

Am 29.11. führte Herr Schulrat Juffernbruch im Beisein des Kollegiums den neuen Leiter der Schule, Rektor Ernst Müller, in sein Amt ein. Dieser konnte damit die Ostern 1939 begonnene, dann aber durch den 2. Weltkrieg unterbrochene Leitertätigkeit wieder aufnehmen.

Auf Grund der Ausführungsbestimmungen zum Schulgesetz vom 8.4.1952 waren an allen Schulen
Nordrhein-Westfalens bis zum 31.12.1952 Klassen- und Schulpflegschaften zu bilden. An unserer
Schule bestanden schon seit mehreren Jahren Klassenpflegschaften, doch wurden die Aufgaben der
Schulpflegschaft vom Vorstand des Schulvereins wahrgenommen. In der Zeit vom 15.-17. Dezember 
wurden die Vorsitzenden der Klassenpflegschaften den Vorschriften entsprechend neu gewählt.
Am 18. Dezember trat dann die Schulpflegschaft, bestehend aus den acht Vorsitzenden der
Klassenpflegschaft, dem Schulleiter und zwei Lehrervertretern, zur Wahl des 1. und 2. Vorsitzenden
zusammen. Gewählt wurden einstimmig der damalige Vorsitzende des Schulvereins, Herr Baurmann, und der Kassierer des Schulvereins, Herr Kecke.

In dieser Wahl kam das Bestreben zum Ausdruck, zwischen Schulpflegschaft und Schulverein
möglichst enge Beziehungen zu schaffen, um eine  einheitliche Arbeit zu gewährleisten.

An dieser Stelle sei der rührigen Arbeit des Schulvereins, der 1948 neu gegründet worden war,
in Dankbarkeit gedacht. In den schwierigen Jahren, in denen die Schule kein eigenes Heim besaß,
war es besonders der 1. Vorsitzende, Herr Fritz Remscheid, der unermüdlich für die Belange der Schule eintrat und das Kollegium in dem Bestreben, ein enges, von gegenseitigem Vertrauen getragenes Verhältnis zwischen Elternhaus und Schule herzustellen, tatkräftig unterstützte. Seine Arbeit wurde von seinen Nachfolgern, den Herren Kling, Baurmann, Würz und Reck, in gleichem Geiste fortgesetzt. Durch die Veranstaltung von Elternabenden, suchte der Schulverein die Elternschaft zu einer lebendigen Schulgemeinde zusammenzuschließen. Seine Hauptarbeit aber galt den Kindern. In jedem Jahre wurden sie durch ein Sommerfest erfreut und zur Weihnacht mit einem Geschenk bedacht. In den letzten Jahren bestanden die Weihnachtsgeschenke des Schulverein in guten Jahrbüchern. Auf diese Weise suchte der Verein den Kampf der Lehrer gegen Schund und Schmutz wirksam zu unterstützen. Nicht vergessen sei auch die geldliche Hilfe des Schulvereins bei Schulwanderungen, Schullandheim-Aufenthalten und Entlassungsfeiern.

Kurz vor Ende des Schuljahres 1952 trat, zunächst in Vertretung der erkrankten Lehrerin Fräulein
Arntz, Herr Lehrer Heinen aus Kräwinklerbrücke in das Kollegium ein.