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Hergestellt im Mai 2016

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Impressum

Biografie Elsa Brändström

Vorwort

Die Festfolge

Die Geschichte Teil 1

Die Geschichte Teil 2

Die Geschichte Teil 3

Die Geschichte Teil 4

Die Geschichte Teil 5

Die Geschichte Teil 6

Die Geschichte Teil 7

Die Geschichte Teil 8

Nachruf

Erinnerungen, Seite 1

Erinnerungen, Seite 2

Erinnerungen, Seite 3

Erinnerungen, Seite 4

Erinnerungen, Seite 5

Erinnerungen, Seite 6

Erinnerungen, Seite 7

Erinnerungen, Seite 8

Erinnerungen, Seite 9

Erinnerungen, Seite 10

Nachtrag

Aber nach dem beispiellosen Zusammenbruch des Jahre 1945 regte sich in den zerstörten Städten
unseres Vaterlandes schon recht  bald der Wille zum Wiederaufbau, und als im Jahre 1948 durch die Währungsreform das Geldwesen wieder eine gesunde Grundlage erhalten hatte, wurde der zähe Aufbauwille mehr und mehr in die Tat umgesetzt. Auch in unserer Vaterstadt Solingen begann eine rege Bautätigkeit, die durch Stadtvertretung und Stadtverwaltung alle erdenkliche Förderung erfuhr. Dankbar müssen Solingens Bürger anerkennen, dass unsere Stadtväter dem Wiederaufbau des Schulwesens ihre besondere Fürsorge zuwandten und in wenigen Jahren Vorbildliches schufen.

Nachdem die vor vollständiger Zerstörung bewahrt gebliebenen Schulen wieder hergerichtet waren,
fasste man schon bald den Wiederaufbau des Schulgebäudes Elsa-Brandström-Straße ins Auge.
Schnell und zielstrebig wurde gehandelt. Bereits Anfang August 1950 konnte das Richtfest gefeiert
werden, und mit froher Erwartung schauten alle, denen die gesunde Entwicklung des Solinger
Schullebens am Herzen lag,der Vollendung des Werkes entgegen.

Während die Aufbauarbeiten rüstig fortschritten, beschäftigte den  Schulausschuss die Frage:
Welcher Schule soll das fertige Gebäude gewidmet werden?

Ostern 1948 war in der Stadtmitte Solingens eine evangelische Schule ins Leben gerufen worden, die
noch kein eigenes Schulhaus besaß, sondern mit der Gemeinschaftsschule Katternberger Straße das
Schulgebäude teilen musste. Das bedeutete für beide Schulen eine erhebliche Belastung, denn die
Raumnot war so groß, dass Schichtunterricht erteilt werden musste. Die Schwierigkeiten mehrten sich, als sich die vierklassige Schule unter der tatkräftigen Leitung ihrer Hauptlehrerin Elsa Eckhoff in kurzer Zeit zu einem siebenklassigen System entwickelte. Was lag näher, als dieser Schule in dem
neuen Schulgebäude Elsa-Brandström-Straße ein eigenes Heim zu geben? Aber wie vor 25 Jahren,
so meldete auch jetzt wieder die Berufsschule ihre Ansprüche an. Der Schulausschuss, der den
Raumnöten beider Schulen gerecht zu werden suchte, beschloss am 13.9.1950, der Evangelischen
Schule Katternberger Straße sechs und der Berufsschule drei Klassenräume zur Verfügung zu stellen. Damit war die Frage der endgültigen Zweckbestimmung des neuen Schulhauses aber nicht
hinreichend geklärt. Deshalb schlug die Stadtverwaltung dem Schulausschuss vor, ausdrücklich zu
beschließen, dass das Schulgebäude Elsa-Brandström-Straße der Volksschule zu widmen und der
Evangelischen Volksschule Katternberger Straße zur Verfügung zu stellen sei. Dieser Vorschlag fand aber nicht die Billigung der Mehrheit des Schulausschusses. In der Sitzung am 27. November 1950 wurde beschlossen, der Schule den Namen >Elsa-Brandström-Schule< zu geben und in ihr die
Ev. Schule Katternberger Straße ganz und von der Kaufmännischen Berufsschule drei Klassen
unterzubringen.

Die Leiterinnen beider Schulen sollten gleichberechtigte Hausherren  in den ihnen unterstellten Teilen des Schulgebäudes sein.

Gegen diesen Beschluss erhob die CDU-Fraktion Einspruch. Sie forderte 1., dass im Namen der Schule eindeutig zum Ausdruck komme, dass es sich um eine e v a n g e l i s c h e Schule handle, und 2., dass allein der Volksschule als dem Hauptnutzer des Gebäudes das Hausherrenrecht zugesprochen werde. Dieser Einspruch wurde aber am 18.1.1951 von der Mehrheit des Stadtverordneten-Kollegiums abgelehnt
.

Der Wiederaufbau des Schulgebäudes sollte ursprünglich Mitte Februar  1951 vollendet sein. Aber
bald zeigte sich, dass dieser Termin nicht eingehalten werden konnte. Auch der Ostertermin verstrich, ohne dass die Arbeiten zum Abschluss gekommen wären. Endlich, am 2. Juni 1951, fand die Sehnsucht der Lehrer und Schüler der Evangelischen Schule Katternberger Straße, aus Enge und Bedrängnis in ein eigenes Heim zu kommen, ihre Erfüllung.

An diesem Tage fand die feierliche Übergabe des neuerstandenen Schulgebäudes an die Evangelische
Volksschule und die Berufsschule vor zahlreichen Gästen im schmucken Mehrzweckraum der Schule
statt.

Lehrerkollegium 1949

Von links nach rechts: Gustav Löhmer, Arno Kruse, Hauptlehrerin Elsa Eckhoff,
Hannelore Braun, Rud. Hellmann, Ernst Müller