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Hergestellt im Mai 2016

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Impressum

Biografie Elsa Brändström

Vorwort

Die Festfolge

Die Geschichte Teil 1

Die Geschichte Teil 2

Die Geschichte Teil 3

Die Geschichte Teil 4

Die Geschichte Teil 5

Die Geschichte Teil 6

Die Geschichte Teil 7

Die Geschichte Teil 8

Nachruf

Erinnerungen, Seite 1

Erinnerungen, Seite 2

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Erinnerungen, Seite 5

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Erinnerungen, Seite 8

Erinnerungen, Seite 9

Erinnerungen, Seite 10

Nachtrag

Das Jahr 1910 brachte mit der Eröffnung der neuen Schule an der Katternberger Straße tiefgreifende Änderungen in der äußern Organisation der Volksschulen der Solingern Innenstadt. Von diesen Änderungen wurde auch die Schule Mittelstraße betroffen. In einer  von Herrn Kreisschulinspektor Apel ausgearbeiteten Denkschrift wurde die Organisation der Schule als gemischtes System als unzweckmäßig und nicht im Interesse des Unterrichts liegend bezeichnet. Da die weitere Benutzung des älteren Teiles der Schule Bergstraße wegen der völlig unzulänglichen Treppen und der Nähe des Marktes wenig empfehlenswert schien, wurde die Verlegung der Herrn Rektor Schmitz unterstelten achtklassigen Mädchenschule Bergstraße in die Schule Mittelstraße beschlossen. Von den vier Lehrkräften der bisherigen Schule Mittelstraße wurden drei mit Einschluss des Leiter der Schule Blumenstraße überwiesen, eine Lehrkraft wurde an die Schule Burgstraße abgegeben. Das vierklassige gemischte System wurde aufgelöst. Die Knaben wurden der Schule Blumenstraße zugewiesen, die Mädchen auf die Schulen Katternberger Straße, Burgstraße und die neue Mädchenschule Mittelstraße verteilt. Der Einzug der achtklassigen Ev. Mädchenschule Bergstraße in das Schulgebäude Mittelstraße erfolgte am 19. September 1910 und machte natürlich auch eine anderweitige Unterbringung der im 1. Stock beheimateten vierklassigen Hilfsschule erforderlich. Diese bezog die unteren Räume des alten Schulgebäudes in der Schulstraße, dass durch die Verlegung der dortigen Mädchenschule in den Neubau an der Katternberger Straße frei geworden war.

Die Schulchroniken der Jahre 1910 – 1932 sind leider in den Wirren der beiden Weltkriege verloren
gegangen, so dass über die nun folgenden 22 Jahre nur in groben Zügen berichtet werden kann.

Herr Rektor Schmitz wurde am 1. April 1916 in den Ruhestand versetzt. Die Leitung der Schule hatte ab 1. Oktober 1916 Herr Lehrer Wittkamp, der am 1. Oktober 1919 zum Rektor ernannt wurde.

Am 14. Dezember 1918 wurde das Gebäude für die englische Besatzung geräumte und blieb etwa
dreieinhalb Jahre besetzt bzw. beschlagnahmt.

Erst am 19. Juni 1922 konnte die Ev. Schule Mittelstraße, die im Dezember 1921 in eine gemischte
Schule umgewandelt worden warm, wieder in ihr Schulgebäude einziehen, doch musste sie einen
Klassenraum, einen Zeichensaal und die Kochküche an die Mädchenberufsschule abgeben.

Dies war der Auftakt zu einem lange und zäh geführten Kampf zwischen Volksschule und
Berufsschule um das schöne Schulgebäude. Die Berufsschüler wurden damals in den verschiedensten
Gebäuden unterrichtet. Am 18. September 1923 fand unter dem Vorsitz des Beigeordneten Krups die erste Beratung über eine zweckmäßige Unterbringung der Berufsschule statt. Dabei wurde offenbar, dass die Vertreter der Berufsschule sich zum Ziel gesetzt hatten, das Schulgebäude Mittelstraße zu bekommen. Als dann zwölf überplanmäßige Volksschullehrerstellen eingezogen wurden, brach der offene Kampf um das Gebäude zwischen Volksschule und Berufsschule aus. Heftig wurde dieser Kampf mehrere Jahre hindurch geführt. Er endetet am 31. März 1926 mit dem Beschluss  der Schuldeputation und der Stadtverordneten-Versammlung, das Schulgebäude Mittelstraße der Berufsschule vorläufig zur Verfügung zu stellen und die Kinder dieses Systems in dem Schulgebäude Katternberger Straße unterzubringen.

Auf Anordnung der Schulverwaltung vom 9. April 1926 musste das Schulgebäude Mittelstraße in der kurzen Zeit vom 12. bis 15. April 1926 vollständig geräumt werden. Etwa sechseinhalb Jahre lang, bis September 1932 beherbergte das Gebäude nun die Kaufmännische Berufs- und Handelsschule unter Direktor Hegener.

Das Jahr 1932 brachte -ähnlich wie des Jahr 1910- eine grundlegende Umorganisation im Schulwesen Alt-Solingens mit sich. Das hiesige Städtische Oberlyzeum in der Friedrichstraße wurde verstaatlicht und erhielt die große und moderne August-Dicke-Schule zugewiesen, die bisher zwei Volksschulen beherbergt hatte. Damit entstand für die Volksschule Solingens eine Raumnot, die nur dadurch einigermaßen behoben werden konnte, dass man  u. a. Der Volksschule das Schulgebäude Mittelstraße zurückgab. Aber auch jetzt mussten der Mädchenberufsschule zwei Unterrichtsräume und die Kochküche überlassen werden.

Die Ev. Mädchenberufsschule Mittelstraße wurde am 6.9.1932, gleich nach den
Herbstferien, neu gebildet. Die Leitung wurde Frau Rektorin Hegenböhmer übertragen,
die vorher in gleicher Eigenschaft an der Ev. Mädchenschule Böckerhof gewirkt hatte.

Die Schule begann mit 370 Schülerinnen aus folgenden Schulbezirken:

Katternberger Straße169 Schülerinnen
Burgstraße (dieser Bezirk wurde aufgelöst)  99 Schülerinnen
Böckerhof  65 Schülerinnen
Zweigstraße  31 Schülerinnen
Verschiedene Bezirke    6 Schülerinnen

Unterrichtet wurde in sieben Klassen mit sieben wissenschaftlichen Lehrkräften:

VII   60 Kinder  Frl. Walter
  VI    56 Kinder  Frl. Wild
    V   48 Kinder  Frl. Rothstein
  IV   70 Kinder  Frl. Homburg
  III   34 Kinder  Frl. Au
   II     54 Kinder  Frau Markwitz
    I   48 Kinder  Frau Rektorin Hegenböhmer